5. Platz bei Deutscher Meisterschaft für Nikolas Menzl!

Zu den Deutschen Judo-Einzelmeisterschaften der U18 in Herne / Nordrhein-Westfalen qualifizierte sich der Süddeutsche Meister Nikolas Menzl als einzigster Vertreter der Oberpfalz. Für den Neutraublinger Kämpfer war es das erste Mal, dass er auf einer nationalen Meisterschaft Wettkampfluft schnuppern durfte.

 

In der 46kg-Klasse war er einer der Jüngsten und ging bei einer starken Konkurrenz von 24 der besten Judoka Deutschlands an den Start. Leider zog er sich auf dem Vorbereitungslehrgang zur Deutschen eine Versetzung am Fuß zu, so dass er nicht 100% fit auf die Matte ging.
Der 1. Kampf begann wenig viel versprechend als eine von außen eingehängte Fußwurf (Yoko-gake) des Gegners aus Sachsen-Anhalt zunächst mit dem Ippon Siegpunkt bewertet wurde. Doch dann stufte das Kampfgericht die Wertung herunter und Nikolas durfte weiterkämpfen. Jetzt gab er alles und holte zahlreiche kleine Wertungen für Fußtechniken (Ko-uchi-maki-komi) und Festhalter, aber es reichte nicht um die Punkte des Gegners aufzuholen. Für die allerletzte Chance zu einem Angriff hatte er noch 3 Sekunden und starte einen blitzschnellen Angriff mit dem Fußwurf Ko-soto-gake und brachte den Kronshagener mit dem Gongschlag zu Fall. Als dies mit Ippon bewertet wurde, war der TSVler eine Runde weiter.

Einen ganz souveränen Kampf führte Nikolas gegen den Westdeutschen Meister Dominik Swiech und lies ihm keine Möglichkeit zum Angriff. Mit 3 Schulterwürfen hatte er den Sieg in der Tasche.

Als nächstes wartete der Brandenburger Lucas Hermann auf ihn. Dieser Kampf schien ziemlich ausgeglichen bis der Gegner bei einem Innenschenkelwurf (Uchi-mata) mit dem Kopf in die Matte eintauchte und eine Disqualifikation wegen dieser verletzungsgefährlichen Aktion hinnehmen musste.

Den Kampf um den Einzug ins Finale bestritt Nikolas mit Linus Zarse aus Potsdam. Beide Judoka liefert sich einen schnellen und harten Kampf, der aber trotz vieler Angriffe ohne Wertung blieb, so dass die Begegnung nach Ablauf der regulären Kampfzeit in der Verlängerung fortgesetzt werden musste. Sichtlich ermüdet wagte er noch mal einen Wurfansatz und wurde gekontert.

Nun bestand noch die Hoffnung auf die Bronzemedaille, die auch Fabian Wendland haben wollte. Gleich in den ersten Sekunden konnte Nikolas mit einem guten Fußwurf eine kleine Wertung erzielen und diesen Vorsprung lange Zeit verteidigen bis ihm seine Spezialtechnik Seoi-nage zum Verhängnis wurde, die der Berliner nach hinten weg konterte.

Der 14-jährige Blaugurt kämpfte eine außerordentlich starke Meisterschaftsrunde und schrammte nur scharf an den deutschen Medaillenrängen vorbei. Er erzielte mit dem 5. Platz den größten Erfolg der Neutraublinger Judojugend überhaupt.